Donnerstag, 8. September 2011

Fredericksburg, Virginia





Es gießt immer noch wie aus Eimern, aber das konnte uns nicht abhalten nach Fredericksburg zu fahren. Eigentlich wollten wir dort die einzige Whiskey Destille in Virginia besuchen, aber unser sonst so zuverlässiger TomTom führte uns ins Niemandsland. 
Also gingen wir in die Touristeninformation. Ja, es gibt diese Destille, aber im Moment ist sie noch nicht der Öffentlichkeit zugänglich, vielleicht im Frühjahr 2012. Wo wir denn herkämen? Oh, aus Deutschland - Fredericksburg hat eine deutsche Partnerstadt, aber die hat einen so unaussprechlichen Namen. Darauf hin verschwand die Dame im Büro und kam mit einem Zettel zurück. Da kriegten wir beim Lesen richtig große Augen! Die Partnerstadt heißt SCHWETZINGEN! Das ist unsere Heimat, erklärten wir, da sind wir aufgewachsen!  Wir erzählten ein wenig von der schönen Kleinstadt mit ihrem Rokoko-Theater, Schloss, Schlossgarten und den herrlichen weißen Spargeln.


Inzwischen regnete es wieder Bindfäden, so dass wir uns für eine Stadtrundfahrt entschieden, damit wir wenigstens etwas von diesem netten kleinen Ort zu sehen bekamen. 


Auch heute noch sind die Spuren des Bürgerkrieges allgegenwärtig. In vielen Häuserwänden stecken noch die Kanonenkugeln. Wir bezweifeln allerdings, ob alle original sind oder ob die Hausbesitzer sie nicht nachträglich aufgesetzt haben. Es ranken sich viele Geschichten um die Schlachten. Auch der große Sohn der Stadt, George Washington, der erste Präsident der Vereinigten Staaten, wird häufig erwähnt. So kann man sehen, wo er aufgewachsen ist, wo seine Mutter und seine Schwester gelebt haben. 


Natürlich wäre unser Ausflug ohne Regen schöner gewesen, aber wir haben versucht, das beste daraus zu machen.

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