Sonntag, 24. Februar 2019

ÄNDERUNGEN

SY Balimara ist verkauft und schwimmt weiter unter französischer Flagge.

Wir bereiten weitere Reisen vor und wollen diesen Blog dafür nutzen Euch zu informieren.

Weiteres folgt.


Mittwoch, 1. November 2017

Wir verabschieden uns und sagen Dankeschön

Seit drei Wochen sind wir nun zu Hause in Bonn. Noch sind wir mit unseren Gedanken häufig beim Schiff und unserer Reise, aber das ist verständlich. Lange haben wir darüber diskutiert, ob wir diesen Blog weiterführen. Letztendlich fiel die Entscheidung ihn zu beenden.

Wir sagen recht herzlichen Dank an all unsere Leser und Followers. Wer wissen will, wie es bei uns weiter geht, wie wir uns eingelebt haben und uns ohne Boot fühlen, der wird auf facebook unter "Barbara Kienzler-Rausch" fündig.

Dankbar für alles was wir erleben und erfahren durften, sagen wir Tschüß!


Samstag, 30. September 2017

Wechselbad der Gefühle

Gestern war unser letzter Tag auf der Balimara. Wir haben sie noch einmal geputzt und für die neuen Eigner Stephanie und Christian parat gemacht. Nächstes Wochenende wird sie nach Tahiti gebracht. Dieses Wochenende gab es einfach zu viel Wind und noch dazu gegen an, das hätte keinen Sinn gehabt.

Als alles soweit fertig war, wollten wir einfach schnell weg. Zu weh tat der Abschied. Schweigsam fuhren wir über die Insel bis jeder von uns seinen Frieden gemacht hatte und wir zum Mittagessen gingen. Es wird noch eine Weile dauern, bis wir den Abschiedsschmerz überwunden haben. Noch schwanken wir zwischen Wehmut und Erleichterung.

20 Jahre hatten wir unsere Balimara und mit ihr sind viele schöne Erlebnisse verbunden. Aber alles im Leben hat seine Zeit. Es warten noch viele schöne Dinge auf uns. Unser neues Leben wird anders, aber bleibt sicherlich spannend.

Jetzt wohnen wir bis zu unserer Abreise im Sunset Beach Motel. Wir haben einen wunderschönen Bungalow direkt am Meer. Wir lassen es hier nett ausklingen.


Montag, 18. September 2017

Resteverwertung

Unser Aufenthalt hier geht allmählich dem Ende entgegen. Sicher denken manche aus dem ehemaligen Sailblog ist ein Foodblog geworden. Nach den letzten Einträgen könnte man das fast annehmen.
Trotzdem wollen wir euch an den Köstlichkeiten aus unserer Bordküche teilhaben lassen. Aus der restlichen Hefe, dem Mehl und was wir sonst noch so in der Vorratskammer gefunden haben wurde ein Apfelkuchen und ein Zopf. Lecker war das und so einfach zuzubereiten.

 


Mittwoch, 13. September 2017

Ein Urlaubstag

Ganz spontan haben wir uns entschlossen, noch einmal ein Auto zu mieten. Wir genießen diese kleine Freiheit und fühlen uns wie im Urlaub. Tatsächlich nutzen wir diese Stimmung auch und besuchen unser Lieblingslokal IXORA.
Uns gefällt das Ambiente dort und das Essen schmeckt ausgezeichnet.
 

 


Natürlich braucht man nach so einem üppigen Mahl eine Siesta. Kaum sind wir eingeschlafen, werden wir durch Klopfen geweckt. Der Polizeichef William und seine Mitarbeiterin stehen vor dem Boot. Er hat noch Papiere, die ich unterzeichnen muss. Er will den Verbrecher hinter Gittern sehen. Am 8.11. findet der Prozess statt. Wir können gespannt sein, was daraus wird. William wird uns informieren.


Dienstag, 12. September 2017

Freifahrt im Polizeiauto

Im März wurden auf unserer Balimara eingebrochen. Mehrere Male hatten wir eine Verabredung mit dem Polizisten, aber immer war entweder die Gendamerie geschlossen oder der zuständige Polizist nicht da. Nach dem 5. Mal hatten wir die Schnauze voll.
Jetzt bekamen wir noch einmal einen Anruf. Ein neuer Chef ist in Amt und Würden und er will den Fall abschließen. Den Dieb hat man dingfest gemacht und je mehr Anzeigen es gegen ihn gibt, desto länger kommt er hinter Gitter.
Nun kam mir die Ehre zuteil persönlich vom Polizeichef im Streifenwagen abgeholt zu werden, um meine Aussage und die Anzeige zu machen. Unter all den Dingen, die er mir gezeigt hat, konnte ich das identifizieren. Auch Geldscheine gab es - deutsche Mark, griechische Drachmen, ungarische Forint und österreichische Schilling. Die konnte der Einbrecher wohl  nirgend los werden ohne aufzufallen

Samstag, 9. September 2017

Alltag

Schon ist es wieder 10 Tage her, seit unserem letzten Blogeintrag. Es gibt ja nichts langweiligeres, als standig auf den Blog zu schauen und keine Meldung von uns zu finden.

Wir leben hier Alltag. Viel passiert nicht, außer dass wir jede Menge Papier für die Einfur hin- und herschicken. Aber die Schätzung ist fertig und nun geht es nur noch um die Einfuhr unserer Funken. Die sind nämlich in USA gekauft und haben deshalb andere Kanäle freigeschaltet. Der Importeur versucht sein Bestes und uns bleibt nichts anderes übrig als abzuwarten. 
Wir haben nun einen festen Liegeplatz hier in der Marina Apooiti. Der ist recht günstig und wir können das Schiff hier unbesorgt liegen lassen, wenn wir am 10.10. nach Deutschland fliegen. 

Inzwischen ist der Wasserpass unseres Schiffes wieder gut zu sehen. Erstaunlich, was sich alles die Jahre über hier angesammelt hat. Wir verschenken vieles, es macht keinen Sinn, alles im Container nach Deutschland zu schippern, zumal wir daheim auch die Schränke schon über voll haben.



Donnerstag, 31. August 2017

Schmuddelwetter

Dafür muss man nicht in den Pazifik, das gibt es auch zu Hause (nur viel kälter), trotzdem machen wir das Beste daraus.

Wir haben ein neues Rezept ausprobiert: Rote Beete Carpaccio mit karamellisierten Pekan Nüssen und gebratenem Ziegenkäse.
Vorgekochte Rote Beete in dünne Scheiben schneiden und mit Salz und Pfeffer würzen.
Ein Löffel Butter und ein kleiner Löffel Zucker mit den gehackten Pekan Nüssen karamellisieren lassen, Ziegenkäse Scheiben einseitig mit braten, bis sie anfangen zu verlaufen. Anrichten.
Schmeckt echt lecker und ist schnell zubereitet.

Mittwoch, 30. August 2017

Spanischer Brauch

Am Sonntag feierte Yael seinen 9. Geburtstag und da man hier in der Marina Apooiti zu feiern weiß, gab es ein großes Fest, natürlich auch mit einem reich gedecktem Tisch.
In unserem Fundus haben wir noch einige Schweizer Messer. Zusammen mit einer Tüte Haribo ist das ein geeignetes Geschenk für einen Nachwuchssegler. Natürlich haben wir die Eltern vorher gefragt, ob das in Ordnung ist. Yaels Augen strahlten. Wir haben mit unserem Geschenk in schwarze getroffen.

Gestern nun klopfte es an unser Boot. Yael stand mit seinem Vater Javier da und bedankte sich noch einmal. Er schenkte uns eine Münze. Wie Javier erklärte, ist das ein spanischer Brauch, demjenigen, von dem man sein erstes Messer bekommen hat, eine Münze zu schenken, um die Freundschaft zu besiegeln. Wir waren echt gerührt.

Freitag, 25. August 2017

Entscheidung

Unseren Einreisetermin hatten wir falsch im Kopf. Wir gingen davon aus, es wäre Juli 2015, aber das war ein Übertragungsfehler. Das richtige Datum ist der 16.3.2015. Jetzt müssen wir uns sputen, die Einfuhr noch hinzubekommen bevor wir nach Hause fahren. Wir erhöhen dadurch auch die Verkaufschancen.

Wenn alles erledigt ist, werden wir das Procedere und was es kostet hier veröffentlichen. 

Im Moment findet in Raiatea ein Tattoo Salon statt. Wie immer wird daraus auch ein kleines Fest gemacht. Die Lebensfreude der Menschen hier ist ansteckend.

 



Dienstag, 22. August 2017

Stürmische Tage

Jean-Michel, der Hafenmeister der Marina Apooiti mag uns anscheinend. Er hat uns wieder einen Platz in der Marina gegeben. Aufgrund der Sturmwarnung war der Gästepier voll und keines der Boote wollte so schnell wieder weg.
Die Tage vergingen wie im Flug, auch wenn nicht all zu viel passiert ist.

Einen ersten Interessenten hatten wir an Bord. Aber ihr war das Dinghi zu groß, die Spülbecken in der Küche zu flach, die feste Scheibe gefiel ihr nicht und im Badezimmer fehlte ihr ein Spiegel. Okay, wir haken es unter Erfahrung ab.

Beim Aufräumen entdeckten wir noch mehrere Spiele, die wir alle an Vivien weitergaben. Am Sonntag spielten wir nach langer Pause mal wieder Mexican Train. Das hat echt Spass gemacht.

Gestern haben wir unser Versprechen Andrea gegenüber eingelöst und Brezel gebacken. Vivien kam  in die Backstube auf der Balimara um zu lernen. Das war ein sehr schöner Nachmittag. Aus einem Kilo Mehl wurden Brezel und Laugenknöpfle gebacken. Andrea, George und Olivier kamen zum Sundowner und bis auf zwei Brezel wurde alles verputzt. Lecker war es!

Montag, 14. August 2017

Glück gehabt!

Schon in der Nacht wird der Wind immer stärker und pfeift durch die Takelage. Wir sind froh, an einem sicheren Ort zu sein.

Wir werden von allen sehr herzlich begrüßt und können uns auch von Tiffanie und Olivier verabschieden, die vier Jahre hier im Krankenhaus gearbeitet haben und nun ein Jahr durch Asien und Mittelamerika reisen und dann erst einmal wieder in Frankreich leben wollen.
Es ist ein Gefühl, wie zu Hause anzukommen.

Unterwegs ist uns aufgefallen, dass irgend etwas mit unserer Batterieladung nicht stimmt. Wir konnten uns allerdings keinen Reim darauf machen. Katrin und Erich von der Windsong kamen heute vorbei, um uns bei dem Batterieproblem zu unterstützen. Und tatsächlich, es wurde nur eine Batterie geladen. Nachdem wir alle Batterien miteinander verbunden hatten, ging überall die Ladekapazität nach oben.  Super, vielen Dank für die Unterstützung Katrin und Erich. Alleine hätten wir wohl noch einige Zeit gebraucht, um den Fehler zu finden.


Sonntag, 13. August 2017

Wunderschönes Huahine

Schon beim ersten Besuch hat uns Huahine seht gut gefallen. Nun, da wir in Ruhe die Insel erkunden konnten, hat sich der Eindruck bestätigt. Das üppige Grün der Berge und die unterschiedlichen Blautöne des Wassers sind faszinierend. Nach jeder Kurve gibt es andere Ausblicke. Übrigens erinnert eine Hügelkette an eine schlafende Frau (deshalb der Name Huahine bedeutet Frau). Diese Hügelkette war Vorbild für den Walt Disney Film Vaiana, der im letzten Jahr auch in unseren Kinos lief.

Die Kultstätten sind total anders, als wir sie bisher gesehen haben, hoch aufgetürmt und fast drohend. Die erinnern uns ein wenig an Pyramiden der Mayas. Aber nicht nur diese Maraes sind sehenswert, auch die alten Fischreusen in der Lagune sollte man sich nicht entgehen lassen.

Aale gelten als heilige Fische und werden hier besonders geehrt. An einem Flussstück kann man sie füttern. Eine Frau verkauft an einem Stand Makrelen in Dosen. Als wir da waren, kam gerade eine Familie mit fünf Kindern. Eine Dose war zu wenig und die Enttäuschung groß. Da haben wir Fischfutter besorgt. Die Kinder hatten viel Spass und wir natürlich auch. Anschließend stanken wir alle nach Fisch, aber die Mutter hatte vorgesorgt und einen Wasserkanister zum Händewaschen dabei!

Weiter ging die Rundreise zum Maison de Pareo. Hier werden die Pareos von Hand gemalt und kommen nicht, wie sonst üblich aus Indonesien oder China. Geraldine ließ uns selbst Hand anlegen und erklärte alles genau. Ein Pareo in Blautönen hat es mir angetan! Eine schöne Erinnerung, wenn wir wieder daheim sind.
Ein ganz besonderes Erlebnis war auch der Besuch einer Vanilleplantage. Francois ist ein Original. Er  kennt sich gut mit den diversen Heilpflanzen aus und bot uns auch eine Frucht an, die bei allen Krankheiten helfen soll. Leider stank die so erbärmlich nach altem, vergammelten Käse, dass wir dankend ablehnten. So krank sind wir dann doch nicht.  Dann kamen wir zu den Vanillepflanzen. Die Vanille ist eine Orchideenart. Die Blüte ist weiß und ganz zart. Duften tut sie nicht, erst die Schoten entwickeln den verführerischen Duft. Geerntet werden sie allerdings erst nach drei Jahren. Die Vanilleproduktion ist ein mühsames Geschäft, zudem behaftet mit allen Unbilden der Natur. Kein Wunder, dass derMarktpreis für diese Köstlichkeit seit Jahren steigt und steigt.

Auf der ganzen Insel haben wir das Gefühl in einem Wettbewerb "Unser Dorf soll schöner werden" zu sein. Platze sind schön angelegt mit Palmenflechtwerk und Blumen. Müll sieht man äußerst selten. Selbst die Sandflächen rund um die Kultstätten sind geharkt. Man traut sich kaum durchzulaufen.

Noch eine Station haben wir im Süden gemacht. Vor dem Relais Le Mahana kann man gut ankern. Im Hotel ist man Seglern gegenüber sehr freundlich. Man kann dort Wäsche waschen lassen, bekommt WiFi und am Abend ist Happy Hour, da kann man den Tag schön ausklingen lassen. Das Essen dort ist übrigens auch lecker und preislich im Rahmen.

In der Stadt  Fare kann man sich sehr gut verproviantieren. Das Gemüse ist frisch, ungekühlt und günstiger als in Raiatea.

Leider konnten wir den Süden nur kurz genießen. Eine lange Schlechtwetterfront war vorhergesagt und so sind wir schweren Herzens am Sonntag bei gutem Wind und herrlichem Segelwetter wieder zurück in die Marina Apooiti.

 

 

 

 




Mittwoch, 9. August 2017

Luftaufnahme

Wie schon erwähnt, das Wetter ist nicht berauschend im Moment. Da kommt manch Segler - zum Beispiel unser Freund Kurt von der Casa Bianca - auf die Idee, sein neues Spielzeug auszuprobieren.

Als wir das Hummelgeräusch hören, werden wir wachsam. Könnte ja irgend etwas schlimmes sein - ein Segler auf Drift zum Beispiel. Aber ein Blick zum Himmel verrät, wir werden fotografiert. Wie schön! So entstand die einzigartige Aufnahmen von unserer Balimara am Ankerplatz von Huahine.


Montag, 7. August 2017

Südwind

Heute Nacht hat der Wind auf Süd gedreht und war ziemlich heftig. Zwar schlafen wir dann vor Anker nicht so ruhig, aber er hält. Viele der Ankerlieger vor der Stadt Fare sind geflüchtet, die hat es kräftig durchgeschaukelt. Nun ist der Ankerplatz auf unserer Seite gut gefüllt.
Der Südwind bringt leider auch viele Wolken und kräftigen Regen mit. Zwischen zwei Schauern fahren wir zum Supermarkt. Der Anlegesteg schaukelt und schwankt.

Als wir so in die Runde schauen, entdecken wir das norwegische Segelboot Ilanga. Auf der Rückfahrt schauen wir bei Harald vorbei. Er ist gerade angekommen und deshalb nach dem Nachttörn von Tahiti sehr müde. Wir verabreden uns für morgen.

Auch Didier, unser Bootsnachbar von der Marina Apooiti liegt im Ankerfeld. So klein ist die Seglerwelt.

Sonntag, 6. August 2017

Huahine

Gestern starteten wir einen ersten Ausflug auf die Insel. Wir waren vor ein paar Wochen schon einmal hier, mit Kurt. Unser Erster Eindruck hat nicht getäuscht. Huahine liegt etwas abseits vom Tourismus. In der Hauptstadt Fare trifft sich das Inselvolk. Lokale Früchte und Gemüse werden hier in hervorragender Qualität preisgünstig angeboten. Allerdings sind die Verpackungsgrößen tahitianisch, wie wir inzwischen die Portionen zu nennen pflegen. Wir bitten die Verkäuferin, die Portion zu teilen. Sie ist zu groß für uns, wir sind ja nur zu zweit an Bord.

An einem anderen Stand werden Fruits d'Amour angeboten. Man bietet uns ein Probierstück an, aber es schmeckt nach nichts, vielleicht ein Hauch von Apfel ? Danach sieht die Frucht auch aus. Jetzt fällt es uns wie Schuppen von den Augen, diese Frucht ist nach dem Apfel benannt, mit der Eva Adam verführte. Nun, bei uns ist das nicht gelungen. Wir hoffen, noch eine Weile im Paradies bleiben zu dürfen.

Freitag, 4. August 2017

Einfach glücklich!

Es hat geklappt, wir sind problemlos aus der Marina Apooiti gekommen. Olivier hat uns noch geholfen und los ging es. Wir wollten einfach nur ein paar Tage vor Anker liegen um auf das richtige Wetterfenster für Huahine zu warten. Es war einfach nur schön! Wie lange haben wir diesen Moment herbeigesehnt.
Als wir den Sonnenuntergang beobachteten, war uns mit einem Schlag bewusst - Am 1.August waren wir sieben Jahre unterwegs. Unglaublich, was wir in dieser Zeit alles erlebt haben. Keine Sekunde möchten wir davon missen, auch den Ärger nicht. Schließlich lernt man nicht nur aus positiven Situationen.

Zwei Tage waren wir mit Blick auf Huahine am Riff vor Anker. Heute morgen hatte der Wind für uns günstig gedreht. Huahine wir kommen. Es waren tolle Segelbedingungen. Allerdings schlief kurz vor Huahine der Wind ein und wir mussten die restlichen 5 Meilen mit der eisernen Genua zurücklegen. Ein Charterschiff ließ uns an der Riffeinfahrt vor. Sie waren wohl etwas verunsichert, wie man in das Riff einfährt. Glücklich und zufrieden fiel gegen 15 Uhr der Anker. Segeln ist halt eine Leidenschaft.



 

Mittwoch, 2. August 2017

Abschied von Apooiti

Gestern hatten wir noch einen schönen gemeinsamen Abend hier in der Marina. Eine Familie, die für zwei Jahre eine Segelreise gemacht hat, kam wieder zurück und wir verabschiedeten uns. Wir haben noch nie eine solche Gemeinschaft wie hier erlebt. Es gab wieder erstaunliche Geschichten, die man nur bei Fahrtenseglern erlebt.
Selda und Gerard kennen Xavier (der gestern hier mit Familie ankam), schon über 20 Jahre. Sie haben sich immer irgendwo auf der Welt wiedergetroffen.
Wir wussten von Christines und Xaviers Ankunft schon über unsere Freunde Live und Harald, die die beiden und ihre Kinder in den Tuamotus kennengelernt haben. Ja, so klein ist die große, weite Welt!

Obwohl es hier sehr schön ist und wir uns in der Gemeinschaft der Marina sehr wohl fühlen, habe ich manchmal Heimweh. Das ist das erste Mal in meinem Leben, dass ich solche Gefühle habe! Ich vermisse die Vertrautheit, die Kultur, die Sprache und natürlich Linda, Familie und Freunde sehr.

Heute wollen wir aus der Marina raus und noch bis zur Abreise durch die Inseln segeln. Wir hoffen, dass dies ohne weitere Störungen möglich ist und wir einen schönen Abschluss unserer Langfahrt hinbekommen.

Donnerstag, 27. Juli 2017

AXA Auslandskrankenversicherung - können wir nicht empfehlen!

Heute sprengten die Emails der Fa. AXA fast unseren Nachrichteneingang. Ein Mail mit einer Entschuldigung, man würde die Beschwerde weiterleiten und zwei etwas widersprüchliche Mails. Beide jedoch mit dem gleichen Ergebnis, dass man mir nur die Hälfte des geforderten Betrages bezahlt. Während in einer Mail noch Klärungsbedarf für die Flugkosten eingeräumt wird, lehnt die andere die Übernahme kategorisch ab.

Wie hätte ich mich in Papeete operieren lassen sollen, ohne vorher dahin zu kommen? Hier in Raiatea war diese Operation nicht möglich. Das habe ich per Mail und mehrere Male telefonisch mitgeteilt. Seitens der AXA keine Reaktion. Auch die Hotelkosten werden nicht erstattet. Wäre ich doch nur im Krankenhaus geblieben. Diese Kosten hätten sie übernommen, auch wenn es den Hotelpreis um ein weites überschritten hätte. Auch den Mietwagen werden sie nicht bezahlen. Übernommen werden nur Taxifahrten. Da diese in Papeete sehr teuer sind, war ein Mietwagen die günstigere Alternative. Wenn man in exotische Länder reist, weiß man auch, dass Taxibelege nicht üblich sind. Auch da hat die Versicherung wieder gezeigt, wie wenig Sachverstand sie bei weltweiten Reisen haben.

Wir formulierten gleich einen Widerspruch, wenn der nicht fruchtet, geht der Fall vor den Ombutsmann. Aus unserer heutigen Sicht und aufgrund der ganzen Abwicklung während des Krankheitsfalles können wir die AXA Auslandskrankenversicherung nicht empfehlen. Wir haben für die Zukunft gelernt, von jedem Telefonat ein Protokoll anzufertigen mit Datum, Uhrzeit, Name des Gesprächspartners und Inhalt und dies als Email zu schicken, sonst bleibt man auf der Strecke.


Etwas Nettes gibt es doch zu berichten. Die Markthalle feierte heute ihren 20. Geburtstag und da man hier die Feste feiert, wie sie fallen, wurde dieser Tag gebührend zelebriert.



 



Mittwoch, 26. Juli 2017

Der Wassersammler ist da!

Mal wieder ein dickes, fettes Lob an den SVB! Der Wassersammler und auch das Toilettenersatzteil sind gestern angekommen. Echt Spitze! Heute baut Manfred den Wassersammler ein und ich mache einen Krankenhausbesuch. Unsere Freundin Vivien musste sich einem kleinen Eingriff unterziehen. Alles ist super gelaufen!

Wir ärgern uns allerdings immer mehr über die AXA Auslandskrankenversicherung. Seit 7 bzw. 5 Wochen liegen Ihnen unsere Rechnungen vor. Inzwischen telefonieren wir fast täglich hinterher, aber es tut sich nichts - verdammte Callcenter! Der Spruch am Anfang, dass die Telefonate zur Qualitätssicherung aufgezeichnet werden, sind für uns der blanke Hohn. Qualität kann man ja nur sichern, sofern man überhaupt eine hat. Die Klienten so an der langen Hand aushungern zu lassen empfinden wir allmählich mehr als unverschämt.
Im nach hinein ärgert els mich, dass wir so umsichtig auf die Kosten geachtet haben. Gedankt wird einem das als Versicherungsnehmer auf keinen Fall!

Ja, das war es erst einmal aus dem Alltag eines Fahrtenseglers. Nach dem Testlauf entscheiden wir je nach Wetterlage wo es hin geht. Wir lassen uns überraschen.