Sonntag, 13. August 2017

Wunderschönes Huahine

Schon beim ersten Besuch hat uns Huahine seht gut gefallen. Nun, da wir in Ruhe die Insel erkunden konnten, hat sich der Eindruck bestätigt. Das üppige Grün der Berge und die unterschiedlichen Blautöne des Wassers sind faszinierend. Nach jeder Kurve gibt es andere Ausblicke. Übrigens erinnert eine Hügelkette an eine schlafende Frau (deshalb der Name Huahine bedeutet Frau). Diese Hügelkette war Vorbild für den Walt Disney Film Vaiana, der im letzten Jahr auch in unseren Kinos lief.

Die Kultstätten sind total anders, als wir sie bisher gesehen haben, hoch aufgetürmt und fast drohend. Die erinnern uns ein wenig an Pyramiden der Mayas. Aber nicht nur diese Maraes sind sehenswert, auch die alten Fischreusen in der Lagune sollte man sich nicht entgehen lassen.

Aale gelten als heilige Fische und werden hier besonders geehrt. An einem Flussstück kann man sie füttern. Eine Frau verkauft an einem Stand Makrelen in Dosen. Als wir da waren, kam gerade eine Familie mit fünf Kindern. Eine Dose war zu wenig und die Enttäuschung groß. Da haben wir Fischfutter besorgt. Die Kinder hatten viel Spass und wir natürlich auch. Anschließend stanken wir alle nach Fisch, aber die Mutter hatte vorgesorgt und einen Wasserkanister zum Händewaschen dabei!

Weiter ging die Rundreise zum Maison de Pareo. Hier werden die Pareos von Hand gemalt und kommen nicht, wie sonst üblich aus Indonesien oder China. Geraldine ließ uns selbst Hand anlegen und erklärte alles genau. Ein Pareo in Blautönen hat es mir angetan! Eine schöne Erinnerung, wenn wir wieder daheim sind.
Ein ganz besonderes Erlebnis war auch der Besuch einer Vanilleplantage. Francois ist ein Original. Er  kennt sich gut mit den diversen Heilpflanzen aus und bot uns auch eine Frucht an, die bei allen Krankheiten helfen soll. Leider stank die so erbärmlich nach altem, vergammelten Käse, dass wir dankend ablehnten. So krank sind wir dann doch nicht.  Dann kamen wir zu den Vanillepflanzen. Die Vanille ist eine Orchideenart. Die Blüte ist weiß und ganz zart. Duften tut sie nicht, erst die Schoten entwickeln den verführerischen Duft. Geerntet werden sie allerdings erst nach drei Jahren. Die Vanilleproduktion ist ein mühsames Geschäft, zudem behaftet mit allen Unbilden der Natur. Kein Wunder, dass derMarktpreis für diese Köstlichkeit seit Jahren steigt und steigt.

Auf der ganzen Insel haben wir das Gefühl in einem Wettbewerb "Unser Dorf soll schöner werden" zu sein. Platze sind schön angelegt mit Palmenflechtwerk und Blumen. Müll sieht man äußerst selten. Selbst die Sandflächen rund um die Kultstätten sind geharkt. Man traut sich kaum durchzulaufen.

Noch eine Station haben wir im Süden gemacht. Vor dem Relais Le Mahana kann man gut ankern. Im Hotel ist man Seglern gegenüber sehr freundlich. Man kann dort Wäsche waschen lassen, bekommt WiFi und am Abend ist Happy Hour, da kann man den Tag schön ausklingen lassen. Das Essen dort ist übrigens auch lecker und preislich im Rahmen.

In der Stadt  Fare kann man sich sehr gut verproviantieren. Das Gemüse ist frisch, ungekühlt und günstiger als in Raiatea.

Leider konnten wir den Süden nur kurz genießen. Eine lange Schlechtwetterfront war vorhergesagt und so sind wir schweren Herzens am Sonntag bei gutem Wind und herrlichem Segelwetter wieder zurück in die Marina Apooiti.

 

 

 

 




Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen