Sonntag, 3. Mai 2015

Marinaleben

Wir hatten uns über das Wochenende eine Schonfrist gegeben. Deshalb ließen wir es heute langsam angehen. Erst einmal ein ordentliches Sonntagsfrühstück mit wachsweichem Ei und allem was dazu gehört. Dann ein Streifzug durch die Medien. Beherrschendes Thema das royale Baby von Kate und William. Die Tragödie von Nepal ist in den Hintergrund gedrängt worden.

Wir erledigen noch ein paar Kleinigkeiten und schon ist wieder Zeit für den Sundowner. Wir sind froh, in der Marina zu liegen. Vor der Hafenmole tanzen  die Boote im Schwell. Kathrin erzählte, sie hätten eine sehr unruhige Nacht verbracht.

Samstag, 2. Mai 2015

Kulinarischer Kulturschock!

Die erste Aufgabe war heute, unser Schiff mit Landstrom zu versorgen. Das klappte gestern nicht, weil andauernd die Sicherung geflitzt ist. Die Ursache war schnell gefunden: eine Steckerleiste mit 110 Volt. Jetzt haben auch wir es begriffen, wir sind wieder im 240 Volt Gebiet.

Nachdem dann die erste Maschine Wäsche gewaschen war, ging es zum Supermarkt Carrefour. Schon der Weg dahin war für unsere tiefentspannten Nerven eine große Anstrengung, Abgase, Hupen Motorenlärm, das alles hatten wir die letzten Monate überhaupt nicht. Dann ging es hinein ins Menschengetümmel. Gestern war hier Feiertag und entsprechend voll war es heute. An den Kassen musste man mit mindestens 15 Minuten Wartezeit rechnen.
Tapfer liefen wir die Regale ab und kamen aus dem Staunen nicht mehr heraus. Es gab alles, was man sich nur erträumen kann: Erdbeeren, Spargel, Rosenkohl, Lammfleisch, frische Kräuter, jede Menge Wurst- und Käsesorten. Wir waren überwältigt. Fatalerweise hatten wir nicht gefrühstückt. So wanderte eins ums andere in den Einkaufswagen. Zu unserem großen Glück darf man den bis in die Marina mitnehmen, so entfiel das lästige Schleppen.

Zum Abendessen gab es Baguette, gekochten Schinken und Chaource! Ein Leben wie Gott in Frankreich!


Freitag, 1. Mai 2015

Wir sind in Papeete / Tahiti

 250 sm war die Entfernung von Fakarava nach Papeete. Zunächst gab es sehr wenig Wind, aber er nahm stetig zu. Das  Wellenbild allerdings war wieder sehr konfus. Die Balimara rollte durch die See, innen schepperte und klirrte es, das war nervig. Einzig der wundervolle Sternenhimmel und die Sternschnuppen versöhnten und ein wenig.

Kaum in der Marina angekommen,  wurden wir von Claudia und Thierry (SY Vanupied) begrüßt. Wir  kannten uns bisher nur von Emails und Erzählungen gemeinsamer Freunde. Um 17:30 Uhr sind wir zum Sundowner im Casa Bianca verabredet. Was für ein schöner Start hier in der Marina Taina.


Dienstag, 28. April 2015

Vakuum

Es ist ein komisches Gefühl, wenn man innerlich schon abgereist ist, aber, aufgrund der Wetterbedingungen bleiben muss. Wir haben zu nichts mehr richtig Lust, nur noch ausgiebig zu schwimmen, denn das werden wir in der Marina in der Form nicht mehr können.
Wir surfen im Internet und entdecken, dass Gustavo Dudamel in Los Angeles ein Konzert gibt und zwar genau an den Tagen, in denen wir dort Zwischenstopp machen.
Wir schaffen es tatsächlich zwei Tickets zu ergattern und freuen uns auf ein Konzert mit Werken von dem uns unbekannten spanischen Komponisten Manuel de Falla und Flamenco!
Auch die Walt Disney Concert Hall wird ein optischer Genuss werden, denn sie ist von Frank Gehry geplant und gebaut! Lassen wir uns überraschen.

Montag, 27. April 2015

nicht zu fassen!

Unsere Weiterreise ist für heute geplant. Schiff und Mannschaft sind abfahrbereit, aber bevor es endgültig los geht, will Manfred sich die neuen Wetterdaten holen. Nachdem wir die ganze Zeit starken Wind hatten, ist nun Flaute. Das würde bedeuten ca. 30 Stunden  mit Motor fahren. Welcher Segler will das schon. Wäre für uns auch etwas problematisch, da wir immer noch nicht wissen, warum unsere Batterien beim Motoren so heiß werden. Trotzdem überlegen wir hin und her, wägen ab. Dann zieht eine Regenfront auf. Man kann die Hand nicht vor den Augen sehen. Entscheidung gefallen, denn bei so unsichtigem Wetter fahren wir nicht durch das Riff. Als der Spuk vorbei ist, wäre es ohnehin wegen der einsetzenden Flut viel zu spät gewesen.