Donnerstag, 30. Juni 2011

Schnuppertour nach Savannah

Wir haben heute eine Schnuppertour nach Savannah unternommen.
Den besten Überblick kann man sich mit einer der angebotenen Busrundfahrten verschaffen, so taten wir das. Der Bus fährt kreuz und Quer durch die interessanten Teile der Innenstadt, unsere Busfahrerin laberte die ganze Zeit, als es für uns unerträglich wurde, sind wir am vorletzten Haltepunkt ausgestiegen. Die Erkundung wurde dann zu Fuß fortgesetzt. Die folgenden Bilder vermitteln einen ersten Eindruck, der uns persönlich überzeugt hat, hier müssen wir nochmal her und viel Zeit mitbringen. Mit den Fahrrädern wird das ganz bestimmt eine runde Sache.




Mittwoch, 29. Juni 2011

Wer lesen kann....

Für heute ist ein Ausflug zu der Hofwyl-Broadfield Plantage geplant.. Mit unserrem Navigationssystem haben wir es auch ganz schnell gefunden, nur die Enttäuschung war groß, denn dieser Park mit dem historischen Herrenhaus ist nur von Donnerstag bis Samstag geöffnet. So führen wir ein wenig durch die Gegend und machten einen Stopp in Darien, das im Reiseführer als sehr hübsch bezeichnet wurde. Leider hat es uns dort überhaupt nicht gefallen. Wir sind ein wenig spazieren gegangen und haben ein paar Fotos geschossen.


Von einer Seglerin hatten wir schon vor Tagen einen Tipp von einem Supermarkt bekommen: Harris Teeter. Dort soll es super Brot geben. Also wir vor lauter Frust nichts wie dorthin und siehe da, es gab tolles Brot und zu unserer Begeisterung auch Laugenstangen. Die gab es heute als Zwischenmalzeit mit guter französischer Butter (bitte nicht nach dem Preis fragen).

Gerade backt Manfred für das heutige Seglertreffen eine Quiche. Da wir eine Klimaanlage haben, ist das gut zu machen. Nur fällt heute auch dauernd der Strom aus und so schwitzen wir um die Wette.

Dienstag, 28. Juni 2011

The Dive Guy


Das Unterwasserschiff ist nach 4 Monaten und davon 8 Wochen in Brunswick zu einem beachtlichen Biotop mutiert. The Dive Guy, Lee Porterfield wurde uns von mehreren Seglern empfohlen. Heute hatte er am Vormittag bereits eine Arbeit in der Brunswick Landing Marina angenommen, so hat es sich angeboten ihn am Nachmittag für die Balimara zu engagieren. Die mechanische Reinigung erfolgte erst im oberen Bereich mit Schnorchel, danach weiter unten mit Schlauch, der an einen Kompressor angeschlossen war. Die Zinkanoden waren noch OK und mußte nicht gewechselt werden. Der ganze Spaß kostete 150 US$, unser altes Mädchen ist schon etwas aufwändiger, wenn sie zur Kosmetik muß.

Montag, 27. Juni 2011

"Cool down"

Heute ist unsere Klimaanlage angekommen, gerade zur rechten Zeit. Der Tag war wieder richtig "mollig" warm bis heiß. In der Achterkajüte lässt es sich inzwischen aushalten, die Temperatur dort ist im Wohlfühlbereich. Der Salon braucht noch etwas länger, auch in den Schapps ist es noch recht warm, die Gläser zum Beispiel fühlen sich noch warm an, wenn man sie aus dem Schrank nimmt. Vor Benutzung mit kalten Getränken muss noch Eis eingesetzt werden. Jetzt gibt es gleich Leckeres vom Grill, Schweinenacken und Lammkoteletten, mit Focaccia und den Pitscher Bier aus Knoxville.

Sonntag, 26. Juni 2011

Auf der Suche nach dem Orb

Auf der Suche nach dem "Orb". Die Parapsychologie schlägt im Land der unbegrenzten Möglichkeiten natürlich größere Wellen als an andren Orten dieser Welt. So gibt es in Knoxville ein Angebot der besonderen Art, eine Ghost Tour durch die nächtliche Stadt auf der Suche nach "Erscheinungen". Ausgerüstet mit Messgeräten für elektromagnetische Felder und Temperaturschwankungen werden markante Orte der Stadt, an denen schreckliches geschehen sein soll aufgesucht und ausgemessen. Reichlich Fotos mit Blitzlicht sollen geschossen werden, die dann auf Orbs untersucht werden. Die stärksten Erscheinungen treten seltsamerweise in der Nähe eines Kraftwerkes und diverser Transformatoren auf, was die Gruppe zum Teil in Verzückung geraten läßt. Wir haben das mal mitgemacht, denn nur wer mal so was erlebt hat, kann auch mitreden. Weder viele blinkende Geräte noch dem vom Leiter der Exkursion zum Abschluß gehaltene Dialog mit einem Verstorbenen konnte uns so ganz überzeugen.


Auf dem Market Place tobte am gleichen Abend die Abschlußveranstaltung des hiesigen CSDs mit viel Stimmung, Musik und Tanz:


video




Samstag, 25. Juni 2011

Ein Tag der schlecht anfängt, kann auch posiv enden.

Die "Downtown Grill & Brewery" hat sich für uns in Knoxville zur Stammkneipe entwickelt. Dies liegt daran, daß die Speisekarte sehr viele Varianten hat und das "Kölsch" sehr gut schmeckt. Der Ober, der uns gestern bedient hat, hat uns Heute sofort wieder erkannt und per Handschlag begrüßt, nicht nur das, er hat uns zwei Gläser und einen "Grawler" mit Kölsch geschenkt. Wir waren ganz von den "Socken", so was ist uns noch nicht passiert, recht herzlichen Dank an dieser Stelle.

Schreck in der Morgenstunde

Gegen 7:00 Uhr wurden wir durch den "Lärm" einer Auto-Alarmanlage geweckt. Auf dem Marktplatz vor dem Hotel begann der Aufbau eines Farmer Markets. Unser Mietwagen stand in der Ladezone und ich wollte ihn ins Parkhaus, das gestern Abend voll belegt war, bringen. Als ich aus dem Hotel auf die Strasse kam war mir klar wessen Alarmanlage ich gehört hatte, es war die unseres Mietwagens. Die Concierge des Oliver Hotels suchte nach dem zuständigen Polizisten, wir fanden ihn und er gab uns die Telefonnummer des Abschleppdienstes. Sie hat dort angerufen und musste noch etwas warten, die Herren hatten unseren Wagen noch gar nicht im Computer, erst nach einigen Minuten konnte er identifiziert werden. Heute Morgen waren drei Autos vor dem Hotel abgeschleppt und auf den gleichen Abstellplatz gebracht worden. Ein Mitarbeiter des Hotels brachte uns und noch einen weiteren geschädigten Autofahrer zum städtischen Abstellplatz. Gegen Zahlung von 85 US$ bekamen wir von einem unfreundlichen (im Übrigen der Erste !!) Beamten eine Quittung und konnten unser Fahrzeug mitnehmen.


Freitag, 24. Juni 2011

Auf dem Weg nach Brunswick...



..kreuzten wir diese Barrel Crossing, eine Fasstransportanlage, die über eine  Straße im Werksgelände der Destillerie BuffaloTrace geht. Die Destille steht tatsächlich auf einem Büffel-Weg, daher der Name.
Guten Whiskey, für mich als Scotch Liebhaber war es nicht einfach überzeugt zu werden, können die Kentuckies tatsächlich machen. Eine kleine Kostprobe durften wir nach dm Rundgang, der ausführlich über die Kunst der Whiskey Herstellung von den Rohstoffen bis zum fertigen Produkt, informiert hat, genießen. In den Lagerhäusern ist auf mehreren Stockwerken Whiskey aus verschiedenen Jahren, Rezepturen und Fassqualitäten in großen Mengen gelagert und wartet auf seine Abfüllung. So können aus einer Destille bis zu 124 verschiedene "Abfüllungen" hervorgehen. Auch der Blanton`s Whiskey wird hier hergestellt, der mir als erster Bourbon gut geschmeckt hat.




Die Etiketten werden tatsächlich von Hand mit Chargen bzw. Fassnummer beschriftet.

Donnerstag, 23. Juni 2011

German Village

In Columbus Ohio im ältesten Stadteil im Süden des heutigen Zentrums gibt es die "German Village" ein historisches Stadtviertel, das in den letzten 20 Jahren wieder sehr große Beliebtheit erlangt hat. Großzügige Renovierungs- und Restaurierungsarbeiten waren für die Instandsetzung der teilweise stark verfallenen Gebäude erforderlich.
Ein Spaziergang ist sehr empfehlenswert und man sollte sich ruhig etwas Zeit lassen. Viele kleine und größere Straßen und Sträßchen mit den unterschiedlichsten meist sehr gepflegten Häusern eingerahmt von Blumen und Bäumen laden zum Verweilen ein.


 Gleich hinter dem letzten Haus der German Village beginnen die Skyscraper der modernen Innenstadt.
Am Abend trafen wir uns noch mit den weiteren Familienangehörigen Cindy, die jüngere Schwester Christines, und Bob ihrem Ehemann mit Kindern beim gemütlichen Abendessen. Barbara genießt es sichtlich, mit Mackenzie und Stefanie.

Mittwoch, 22. Juni 2011

Columbus, Ohio

Ein Rastplatz in den Bergen

Die heutige Etappe führte uns von Knoxville in Tennessee entlang der Appalachen Richtung Norden durch Kentucky bis nach Columbus Ohio. Die Landschaft ist von den mit üppigem Grün überzogenen Bergen weit bis nach Kentucky geprägt, dann wir es weniger hüglig und geht in eine riesige fruchtbare Ebene über. Kentucky ist bekannt für seine Pferdezucht und den Bourbon Whiskey.
Die Fahrt von Brunswick nach Columbus hat uns Appetit auf "Mehr" gemacht und wird in näherer Zukunft sicherlich auf die eine oder andere Art umgesetzt werden.

Am Nachmittag sind wir wohl behalten bei meinem Cousin Heinz und Familie, Shirley seine Frau und die ältere Tochter Christine, angekommen und herzlich empfangen worden. Wie es so in Familienkreisen ist, wenn man sich lange nicht mehr gesehen hat, war der Abend sehr kurzweilig und die Zeit vergeht wie im Flug.

Dienstag, 21. Juni 2011

Knoxville / Tennessee



Bevor wir über den heutigen Tag berichten, noch ein Nachtrag zu gestern. Als wir noch unsere Emails im Internet in dem Clubgebäude sichten kommt die Besatzung der Mer Soleil zum Wäschewaschen. Sie haben Karten dabei und fragen, ob wir Lust hätten eine Runde zu spielen. Da wir alte Zocker sind, haben wir natürlich sofort eingewillt. Das Spiel eine Form von Rommé leicht zu lernen und macht riesig Spass. Danach kamen noch ein paar andere Segler und die Unterhaltung war lustig, vor allen Dingen die Statements über die unterschiedlichen Sichtweisen der weiblichen und männlichen Segler.
Auf dem Nachhauseweg trafen wir noch die Crews der Blue Pelican und der Gipsy, da blieben wir natürlich auch noch hängen und die dringenden Sachen, die noch zu erledigen waren wurden auf später verschoben. Später gab es allerdings nicht, denn als wir zur Balimara zurück kamen war es bereits 1 Uhr und das Packen für die Reise fiel kurzerhand aus.

Heute Morgen war es dann ein wenig hektisch, aber wir konnten doch noch gegen 7:30 Uhr starten. Die Fahrt war gut, aber anstrengend, denn unterwegs war viel Verkehr. Je mehr wir in die Smokey Mountains kamen, desto besser wurde die Luft, aber leider sank die Temperatur nur unmerklich. Die Gegend erinnerte uns sehr an den Schwarzwald oder die Vogesen.



Unser heutiges Tagesziel Knoxville erreichten wir gegen 17 Uhr. Der Empfang im Hotel The Oliver’s war herzlich. Der Tipp kam vom Reiseführer Lonley Planet – absolut klasse.
Die Innenstadt von Knoxville ist liebevoll renoviert. Es macht Spass durch die Gassen zu schlendern. Man fühlt sich wie ins Ende des 19. Jahrhunderts versetzt.


Da so viel Pioniergeist Durst und Hunger macht, fielen wir in das Brauhaus ein.  Wir hoffen, ihr vergebt uns, vor lauter Heimweh haben wir zuerst das ALT entdeckt (an early German Ale, full bodied Düsseldorf Style), den Fehler haben wir aber gleich wieder gut gemacht, denn nachdem der erste Durst gelöscht war, sahen wir, dass auch Downtown Blond Ale – ein Kölsch angeboten wurde, das wir natürlich gleich bestellt haben. Hier der volle Wortlaut auf der Karte:
Downtown Blond Ale:
This light bodied Kölsch displays a smooth malt note and a hint of fruit flavor or aroma, letting the sweet malt taste prevail

Was so viel bedeutet wie dieses leichte Kölsch mit einer weichen Malznote und einem leichten Fruchtgeschmack, das den süßen Malzgeschmack hervorhebt.

Na denn, Prost!


PS: Das Kölsch war deutlich besser!

Montag, 20. Juni 2011

Kurz entschlossen

Das Thermometer stieg heute wieder auf über 40° C. Bei der geringsten Bewegung läuft der Schweiß in Strömen. Wir beschließen einen Ausflug ins Appalachen-Gebirge, nach Kentucky zu den Whiskey-Brauereien und einen Besuch bei Manfred's Cousin in Columbus / Ohio zu machen, bis unsere bestellte Klimaanlage hier eintrifft.
Weil schon mal der Mietwagen vor der Tür steht, erledigen wir alles, was sonst noch ansteht wie z.B. die Gasflasche füllen und Getränkevorräte besorgen.
Wir sind froh, ein wenig der Hitze entfliehen zu können. Wenn wir erst wieder auf dem Wasser unterwegs sind, lässt sich auch die Wärme und Schwüle besser aushalten.


Im Moment sitzen wir im klimatisierten Clubhaus der Marina und genießen beim Surfen im Internet die kühle Atmosphäre. Hier lässt es sich gut aushalten.

Sonntag, 19. Juni 2011

Sundowner

Die Segler am Steg 13 lassen die Woche mit einem Sundowner ausklingen.
So bringt jeder seine Getränke und etwas zum Knabbern mit. Wir reden über Gott und die Welt, die große Politik und was uns sonst noch bewegt.

Samstag, 18. Juni 2011

Wirtschaftsfaktor Shrimps

Einer der Wenigen, die gut aussehen.
Heute morgen zeigte mir Lee, wo man hier frische Shrimps kaufen kann. Lee und Karen lebten hier in Brunswick. Lee war hier Lehrer. Nun haben sie ihr Haus an die Tochter übergeben und leben auf ihrem Segelboot. Es ist einfach toll, wenn man jemanden hat, der über die Gegend Bescheid weiß.
So bin ich heute mit Lee losgezogen, um Shrimps einzukaufen. Am Dock, wo die Fischerboote verteut sind, gab es am Vormittag noch nichts zu kaufen, eventuell am Nachmittag. So sind wir in eine kleine Werft gefahren, wo auch Fischerboote liegen. Dort wurden wir fündig. 1 kg Shrimps für 10 Dollar, das ist ein fairer Preis. 
Der  Fischfangindustrie hier in Brunswick geht es nicht besonders gut. Die gestiegenen Dieselpreise und die billigen Importe aus Asien machen den Fischern schwer zu schaffen. Die Gewinne sinken von Jahr zu Jahr. Die schwierige Situation kann man auch der gesamten Fischfangflotte ansehen. Die meisten Boote sind ziemlich heruntergekommen. Da fehlt einfach das Geld, um die Schiffe instand zu setzen.
Ein Schmankerl für unseren Freund Dirk.



Freitag, 17. Juni 2011

Fahrradtour durch Brunswick


Heute Vormittag starteten wir zu einer ausgedehnten Tour durch Brunswick. Die Stadt hat so viele schöne Parks und Häuser, das ist unglaublich. Hinter jeder Ecke verbirgt sich ein neues Kleinod.
Mit unseren Fahrrädern können wir nun längere Strecken zurücklegen. Das macht richtig Spass.

Leider ist die Luft schon seit Tagen durch Brände mit Rauch und Qualm durchzogen. Das ist für diese Gegend hier nichts Ungewöhnliches. Jeden Sommer brennen hier die Sümpfe "swamps". Wann wir hier wegkommen steht im Moment noch in den Sternen. Wir warten mal wieder auf ein Paket mit Filtern für unseren Perkins Motor. Wir schätzen jedoch, dass wir Ende kommender Woche in Richtung Savannah aufbrechen werden.

Donnerstag, 16. Juni 2011

Unsanft geweckt

Heute Morgen gegen 3 Uhr wurden wir sehr unsanft geweckt. Eine  Bö nach der anderen rauschte über unser Schiff hinweg. Unser Sonnensegel schlug wie wild, so dass wir es bergen mussten. Innerhalb von Sekunden waren wir klitschnass, aber nicht nur wir, sondern auch im Boot war es nass. So schnell konnten wir die Luken gar nicht schließen.


Zum Glück gab es weder bei uns noch bei unseren Nachbarn größere Schäden. Allerdings alle Flipflops, die auf den Stegen lagen waren weggepustet. Und so ging man gemeinsam auf die Suche nach den verlorenen Teilen. Tatsächlich wurden manche auch gefunden. Wie wir gehört haben, hatte der Sturm heute Nacht eine Stärke von 55-60 Knoten. Ein kleiner Vorgeschmack auf die nahende Hurrikan Saison. 

Mittwoch, 15. Juni 2011

The Bromptons

Zwei Fahrräder aus dem "Sack"

In Parkposition, eingeklapptesHinterrad, normale stabile Variante

Parkposition 2, mit Seitenständer, mit Taschen auf dem Gepäckträger, die einzig mögliche Variante
Wie versprochen - die Brompton Fahrradstory. 
Die ersten Ausfahrten sind erfolgreich abgeschlossen, die Dinger laufen wie geschmiert. Die Gangschaltung wird im flachen Land nicht sonderlich beansprucht, aber das kommt schon noch, nur keine Eile. 
Die Stegnachbarn sind ebenfalls sehr angetan von unseren beiden Bikes und löchern uns mit tausend Fragen, die wir versuchen so weit wie möglich auch zu beantworten.
Unser Weg zu den Fahrrädern begann in Las Palmas auf Gran Canaria, am Steg gegenüber lag ein Segler unter Schweizer Flagge, die hatten zwei Bromptons seit sieben jahren an Bord. Man konnte die  Jahre nicht erkennen, sie sahen aus wie neu. Im Internet fanden wir die Seiten von Brompton
auf der ein "Konfigurator" gestartet werden kann, in dem man sich sein individuelles Fahrrad zusammenstellt. Über den für uns günstig gelegenen Vertragshändler Velo-City Bonn lief dann beim "Heimaturlaub" die Bestellung. In den letzten Tagen vor dem Rückflug nach Fort Lauderdale waren beide Fahrräder abzuholen. Mit entsprechender Voranmeldung bei der Fluggesellschaft konnten wir die Fahrräder als Sportgepäck für je 40 € mitnehmen.

Im Moment legen wir alle Aktivitäten in die frühen Morgenstunden, ab 10:00 Uhr wird es so heiß, dass gar nichts mehr geht. Einfache Bewegungen führen zu Schweißausbrüchen. Das ist der Tribut, den wir zahlen müssen, in einem Hurricane Hole geschützt zu liegen. Die offene Bestellung ist für Anfang nächster Woche in Aussicht gestellt, unser Warten ist also zeitlich vorhersehbar und wir können schon mal die nächsten Schritte in Richtung Savannah planen.


Dienstag, 14. Juni 2011

Let the Sunshine....


Als wir heute morgen Richtung Mietwagen gegangen sind steht unser Nachbar Lee auf dem Steg und fragt uns wohin wir wollten. Es käme überhaupt nicht in Frage, dass wir mit dem Taxi zurückfahren, er holt uns ab, auch wenn wir auf dem Rückweg noch bei Winn Dixies unseren frischen Proviant einkaufen möchten. So war es dann auch, ein tolles Beispiel für die echte Hilfsbereitschaft der amerikanischen Segler.
Das neue Bimini Top war mit einigen anderen Sendungen im Marina Office in unserer Abwesenheit angekommen. Das musste natürlich noch vor dem Großputz aufgebaut werden. Jetzt brauchen wir im Intracoastal Waterway, wenn unter Motor bei wenig Wind die Sonne runterknallt, keine Angst mehr vor zu viel Sonne haben, der Schatten fährt mit.
Unser Paket aus Bremen, mit all den europäischen Elektrobauteilen die wir hier nicht bekommen, ist ebenfalls dabei gewesen. Für den kommenden Winter, zur Konservierung unseres Wassermachers, ist jetzt auch genügend Propylenglykol an Bord. Was uns jetzt noch fehlt, bzw die Bestellung noch offen ist, sind Diesel- und Ölfilter passend für unseren Motor.


Montag, 13. Juni 2011

Zurück in Brunswick

Nach einigen Stunden Schlaf ist auch der lange Vortag wieder fast vergessen. Beim Frühstück im Hotel traf uns die amerikanische "Wegwerfmentalität" mit voller Wucht. Teller, Messer, Gabeln, Müslischale, Kaffeebecher und Obstsalatschalen alles aus Plastik. Kein Stück Porzelan, leider. Dabei war das Frühstücksbuffet sehr reichhaltig und lecker, abgesehen vom fehlenden knusprigen Brötchen, das kann man nicht erwarten in der Brot-Diaspora, tun wir auch nicht. Eine kleine Entschädigung gab es am Las Olas Boulevard in Form eines riesigen Yoghurtbechers.
Brandgeruch und ein heulender Wind hat uns in Brunswick empfangen, offensichtlich hat es weiter südlich schon wieder gebrannt oder es brennt noch. Balimara schwimmt wohlbehalten am Steg. Staub und Schmutz der letzten 4 Wochen sind morgen zu entfernen, hoffentlich ist das Feuer aus, die feine Flug-Asche kann dann gleich mit entfernt werden.

Sonntag, 12. Juni 2011

Ein langer Tag geht zu Ende

Vor einer Stunde sind wir hier im Hotel in Fort Lauderdale angekommen. Zu Hause ist schon 03:45 Uhr (13.6.2011), hier ist 21:45 Uhr Ortszeit.
Auch die letzte Nacht war sehr kurz. Wir waren bei Reinhard und Helga eingeladen und haben dort übernachtet. Von Darmstadt ist es zum Flughafen Frankfurt nicht mehr weit. Es war wie immer ein sehr netter Abend mit hervorragendem Essen und gutem Wein. Natürlich haben wir mal wieder kein Ende gefunden und so war die Nacht von Samstag auf Sonntag recht kurz.

Wider Erwarten war der Flug mit Condor dieses Mal besser, das Personal war  nett und zuvorkommend - geht doch!

Freitag, 10. Juni 2011

Unterwegs sein!

Das Schönste an dieser Reise für uns ist das Ungebunden sein. Klar haben wir Pläne gemacht, bevor wir abgefahren sind. Aber vieles, was uns so toll erschien von unserem Sofa in Bad Godesberg aus, haben wir inzwischen revidiert. Wir sind nicht bereit, uns in Gegenden zu begeben, in denen wir Angst haben müssen um unser Leben.  Wir haben auch keine Lust im Konvoi zu fahren, um eventuellen Angriffen zu entkommen. Wir haben noch nie Kontakt mit Waffen gehabt und können damit nicht umgehen. Auch werden wir niemals so etwas an Bord nehmen. Gewalt erzeugt Gegengewalt. Wir meiden solche Gebiete, vielleicht verändern sich Situationen während wir noch unterwegs sind. Dann haben wir immer noch Gelegenheit, diese Länder zu besuchen.

Wir genießen auch das mehr oder weniger planlose Reisen. Manche Dinge, wie z.B. Hurrikanzeiten, sind Rahmenbedingungen, die wir einhalten müssen. Es macht nicht unbedingt Spaß, einen Hurrikan zu erleben. Aber alles andere überlassen wir unserer Lust und Laune. Uns festzulegen, wo wir z.B. im Dezember 2012 sein werden, wäre für uns ein Gräuel. So genießen wir alle Überraschungen, die unsere Reise für uns parat hält. Sie sind mannigfaltig. Wir müssen nur Augen, Ohren und Herz öffnen und schon begegnet uns eine neue Erlebniswelt.  Jeder Tag ist anders, jeder Tag ist neu und das ist der große Genuss unseres Unterwegssein!

Letzter Tag in BaGo

Unser letzter Tag in Bad Godesberg war angefüllt mit Einkäufen, Packen und einem Besuch bei Renate und Bernd von der SY Volle Pulle, die ihren Sommer in der hurrikanefreien Zone in Holzweiler verbringen.
Mit den Beiden konnten wir uns über unser nächstes Etappenziel, die Chesapeake Bay - sie kennen sich dort sehr gut aus, angeregt unterhalten und viele Tipps mitnehmen. Auf dem Rückweg wurde unser Auto vollgetankt und die Batterie abgeklemmt, nicht das wir die gleiche Überraschung nochmal erleben.
Schon sind die 4 Wochen "Heimaturlaub" so gut wie zu Ende, wo ist nur die Zeit geblieben?
Morgen fahren wir schon Richtung Frankfurt, voll bepackt mit unseren Habseligkeiten incl. der beiden Fahrräder. Eigentlich wollten wir nur mit kleinem Gepäck reisen, daraus wird leider nichts.

Donnerstag, 9. Juni 2011

Haus der Geschichte

Heute morgen um 9 Uhr hatte ich einen Massagetermin. Ich kann niemandem sagen, wie gut das getan hat. Es war einfach eine Wohltat. Anschließend kam Gretel zu Besuch. Nach einer Tasse Kaffee machten wir uns zum Haus der Geschichte auf, um die neue Ausstellung "Deutschland nach 1945" anzusehen. 
Es war auch sehr interessant  die Parallelentwicklung der DDR bis zum Mauerfall zu sehen.  Die Ausstellung ist wirklich sehenswert und der Eintritt ist umsonst.
Die Zeit verging wie immer viel zu schnell. Nun sehen wir uns erst wieder im Oktober. Abschiede sind einfach traurig.


Am Abend kam noch unsere Nachbarin Alijda auf ein Gläschen Sekt vorbei. Auch wir werden uns nun erst wieder sehen wenn wir aus USA zurück kommen.

Mittwoch, 8. Juni 2011

Arbeitswelt

Aus Reilingen sind wir nach zweieinhalb Stunden und einer angenehmen Fahrt in Troisdorf angekommen. Wir hatten mit der Gruppe 10 in den neuen Werkstätten der Lebenshilfe Rhein Sieg in der Linda arbeitet einen Besuchstermin vereinbart. Obwohl noch an einigen Stellen im Haus und vor allem im Außenbereich gearbeitet wird, kann man die deutliche Verbesserung gegenüber der alten Werkstatt feststellen. Die Räumlichkeiten sind größer, heller, geben mehr Bewegungsfreiheit und Lebensqualität. Wir hatten die Gelegenheit einen kleinen Rundgang durch das Haus zu machen, der Gruppenleiter Uwe Meißenburg hat sich für uns Zeit genommen. Auch eine "alte Bekannte", Veronika (ich darf sie hoffentlich so nennen) konnten wir aus dem Team der Gruppe heute begrüßen.
Mit Linda holten wir in Bonn unsere neuen Brompton Fahrräder ab, einen ersten Fahr- und Testbericht werden wir später nachreichen.
Parkplatz Balkon PS2

Montag, 6. Juni 2011

Familienbesuch

Heute ging es nach Brühl-Rohrhof, um meine Mutter und Sr. Agnes zu besuchen. Beide warteten schon sehnsüchtig auf uns. Wir wurden mit Fragen gelöchert und meine Mutter war sichtlich beruhigt, uns so gesund und unversehrt in die Arme zu schließen. Schön war auch, dass Sr. Agnes ihren Heimaturlaub so planen konnte, dass wir uns sehen konnten. Zu unserem Abschied in Fécamp konnte sie leider nicht kommen.
Am Nachmittag kamen noch Brigitte und Gerhard vorbei. Auch sie haben uns in Fécamp verabschiedet. Beide sind erfahrene Segler und wollten natürlich unsere Bilder sehen und hören, was wir so unterwegs alles erlebt hatten.

Am Abend ging es dann zurück nach Reilingen. Phyllis, Kurt und Simon haben für uns einen Gourmet-Grillabend veranstaltet. Wir alle haben es genossen. Erstaunlicherweise hat meine Mutter ganz lange durchgehalten. Sie hat es sichtlich genossen, mal wieder in einer großen Runde zu speisen. Der Abschied von Sr. Agnes und meiner Mutter war dann sehr emotional. Zum Glück dauert es dieses Mal bis zum Wiedersehen nur etwa 4 Monate.

Sonntag, 5. Juni 2011

Fahrt nach Reilingen

Schon früh am Morgen starten wir in Fécamp. Wir haben eine lange Rückreise vor uns. Wir wollen auf dem Weg nach Reilingen noch Elke und Bert auf ihrer Anjuli Nui besuchen. Endlich hat der Rhein genügend Wasser und sie liegen nun in Lampertheim im Altrhein. Es war schön, die beiden zu treffen. Wie gut können wir die Gefühle nachempfinden,die man vor dem Start der großen Reise hat. Bei Kaffee und Kuchen gab es dann auch viel zu erzählen. Schnell war die Zeit vorüber, denn wir mussten los. In Reilingen warteten schon Phyllis und Kurt auf uns. Es war ein herzlicher Empfang und besonders schön war, dass auch Ingrid, eine Bekannte aus alten Zeiten, da war. Wir wurden mit Reilinger Spargel und Pfannkuchen verwöhnt - es war köstlich.

Nasse Überraschung

Leider hat uns das schöne Wetter im Stich gelassen. So werden wir bei unserem Ausflug in die Umgebung Fécamps ab und zu nass. Auch nach den vielen Jahren gibt es immer noch etwas zu entdecken, zum Beispiel dieses klein Schlösschen/Herrenhaus bei Épreville.

Für die Flachsblüte, mit den zarten kleinen blauen Blüten, sind wir noch etwas zu früh, in ein bis zwei Wochen wird der Eindruck noch grandioser.

Samstag, 4. Juni 2011

Fécamp



Nach mehr als 10 Monaten sind wir wieder in Fécamp „eingelaufen“ dieses mal allerdings nicht per Balimara, die liegt ja gut vertäut in Brunswick Georgia, sondern mit dem Auto. Auf der Fahrt hierher hatten wir bis zu 29 °C auf den letzten 20 km konnten wir die Temperatur im Tiefflug erleben. Wolken schoben sich zwischen uns und die Sonne, es wurde dunstig und das Thermometer zeigte nur noch 18°C. Inzwischen haben wir den ersten Rundgang zum Leuchtfeuer in der Hafeneinfahrt gemacht einem Dudelsackspieler zugehört und sind über den „Marché Artisanal“ gebummelt.
Schön wieder hier zu sein, es war wie nach Hause zu kommen.

Freitag, 3. Juni 2011

Geliebte Gewohnheiten

Heute vormittag endlich konnte ich  mich mit einer ehemaligen Kollegin beim Kaufhof zum Kaffee treffen. Das war eine schöne Gewohnheit, bevor wir unsere Segelreise antraten. Regelmäßiges Kaffeetrinken  mit Freundinnen habe ich unterwegs doch sehr vermisst. Meist waren die Kontakte doch nicht so intensiv, dass solche Treffen zustande kamen. Endlich mal wieder klatschen und tratschen mit vertrauten Personen, nein wie ist das schön!






Am Nachmittag waren wir auf Lindas Wohngruppe zum Grillen eingeladen. Es war toll, mal alle wieder einmal zu sehen und Zeit für Gespräche zu haben. Die Mitbewohner von Linda nehmen doch regen Anteil an unserer Reise und sind total interessiert, wie das Leben an Bord ist und was wir so alles kennenlernen. Es war ein schöner Abend mit leckerem Essen. Vielen Dank an alle, die dieses Treffen möglich gemacht haben.

Donnerstag, 2. Juni 2011

Behördenkram

Irgendwie erinnert mich das an die
Einkommenssteuererklärung
Wäre ja super, wenn unser Aufenthalt hier in Deutschland nur schöne Seiten hätte. Aber so ist es halt nicht im Leben! So lange wir hier sind, müssen wir lästigen Behördenkram erledigen, den wir vom Schiff aus nicht machen können. Also alles maulen hilft nichts, Augen zu und durch!


Heute haben wir auf jeden Fall das tolle Gefühl, alles erledigt zu haben. Vor uns liegt ein langes Wochenende in Fecamp und Besuche bei der Familie und Freunden in Brühl-Rohrhof!